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Worum es geht
Das wichtigste Prinzip steht über allem: Bemannte Luftfahrt hat immer Vorrang. Nähert sich ein Hubschrauber oder ein Flugzeug im Tiefflug, weicht die Drohne aus — im Zweifel durch unverzügliche Landung. Das gilt für Rettungs- und Polizeiflüge ebenso wie für Sportflieger, und es gilt auch, bevor überhaupt gestartet wurde: Wer kurz vor dem Start ein Luftfahrzeug in der Nähe sieht, verschiebt den Start, statt die Ausweichsituation erst in der Luft zu lösen.
Die zweite unverrückbare Grenze sind Menschenansammlungen. Sie dürfen in der offenen Kategorie niemals überflogen werden — unabhängig von Gewicht, Klasse und Flughöhe. Es gibt hier keine Abwägung und keine Ausnahme über einen größeren Abstand nach oben.
Der dritte Block betrifft die Abbruchentscheidung. Übersteigt der Wind die Herstellerangaben, ist eine zügige, kontrollierte Landung die sichere Antwort; höher zu steigen macht es fast immer schlimmer, weil der Wind mit der Höhe zunimmt. Dasselbe Muster gilt bei ungewöhnlichen Vibrationen, die meist auf einen beschädigten Propeller hindeuten. Prüfungsfragen sind hier oft als Situation formuliert — und die sichere Option ist fast immer die, die den Flug beendet.
Was in der Prüfung abgefragt wird
- Vorrang der bemannten Luftfahrt und das richtige Ausweichverhalten
- Absolutes Überflugverbot von Menschenansammlungen
- Abbruchkriterien bei Wind, Vibrationen und technischen Auffälligkeiten
- Prüfung der Luftraumlage vor jedem Flug, auch am bekannten Startplatz
- Mitführen und Vorzeigen der Nachweise bei einer Kontrolle
- Klare Übergabe der Steuerung zwischen zwei Personen
- Zusammenarbeit mit einem Luftraumbeobachter
- Format der Prüfung selbst: 40 Fragen, bestanden ab 75 Prozent
Drei Fragen aus unserem Katalog
Im Originalformat der Prüfung: vier Antworten, eine davon richtig. Die Erklärung steht jeweils darunter — erst selbst entscheiden, dann aufklappen.
Frage 1: Ein Rettungshubschrauber nähert sich Ihrem Betriebsbereich. Was tun Sie?
- A Sofort ausweichen, tief gehen oder landen
- B Höhe halten und die Position beibehalten
- C Auf gleicher Höhe zur Seite fliegen
- D Erst per Funk Kontakt aufnehmen
Antwort und Erklärung
Richtig ist A: Sofort ausweichen, tief gehen oder landen
Bemannte Luftfahrt hat immer Vorrang. Die Drohne muss ausweichen — im Zweifel unverzüglich landen. Das gilt auch für Polizei- und Rettungsflüge in geringer Höhe.
Frage 2: Was gilt für Menschenansammlungen?
- A Der Überflug ist in jeder Unterkategorie der offenen Kategorie verboten
- B Erlaubt mit Drohnen unter 250 g
- C Erlaubt ab 120 m Höhe
- D Erlaubt mit Zustimmung des Veranstalters
Antwort und Erklärung
Richtig ist A: Der Überflug ist in jeder Unterkategorie der offenen Kategorie verboten
Menschenansammlungen dürfen in der offenen Kategorie nie überflogen werden — unabhängig von Gewicht, Klasse und Höhe.
Frage 3: Was tun Sie, wenn während des Flugs plötzlich starker, böiger Wind aufkommt, der die Herstellerangabe übersteigt?
- A Kontrolliert und zügig landen, statt weiterzufliegen
- B Höher steigen, um dem Bodenwind zu entkommen
- C Geschwindigkeit erhöhen, um schneller zurückzukommen
- D Die Steuerung dem GNSS überlassen und abwarten
Antwort und Erklärung
Richtig ist A: Kontrolliert und zügig landen, statt weiterzufliegen
Sobald Wind die angegebenen Grenzen übersteigt, ist eine kontrollierte, zügige Landung die sicherste Option. Höher steigen bedeutet meist noch mehr Wind, nicht weniger.
Typische Fehler
Bei Annäherung höher steigen
Ausweichen heißt in aller Regel: Höhe abbauen und landen. Nach oben auszuweichen führt der Drohne dem Luftfahrzeug entgegen.
Menschenansammlungen „in sicherer Höhe" überfliegen
Das Verbot kennt keine Höhengrenze. Es gilt unabhängig davon, wie hoch geflogen wird.
Die Meldung des Beobachters erst prüfen wollen
Ein Luftraumbeobachter ist genau dafür da, früher zu sehen als der Pilot. Seine Meldung wird sofort umgesetzt, nicht erst verifiziert.
Weiterüben
Die kostenlose Probe zeigt sechs weitere Fragen im echten Format, ohne Anmeldung. Der vollständige Zugang enthält den Lernstoff zu allen Wissensgebieten und einen Simulator mit 40 bzw. 30 Fragen je Lauf — ab 19 €, einmalig für 12 Monate.
Das kostenlose Online-Training des Luftfahrt-Bundesamts reicht vielen aus. Wer damit zurechtkommt, braucht uns nicht.
Die neun Wissensgebiete
Die A1/A3-Prüfung verteilt ihre 40 Fragen über diese neun Gebiete: