In Österreich ist die A1/A3-Prüfung selbst kostenlos — bezahlt wird die Registrierung. Der ganze Weg läuft über eine einzige Plattform: dronespace.at. Hier der Ablauf, die Kosten und die zwei Fristen, die viele übersehen.
Stand: August 2026 · nach den Angaben der Austro Control (dronespace.at)
Dieselbe EU-Regel wie überall: Der Kompetenznachweis A1/A3 ist Pflicht ab 250 g Abfluggewicht — und die Registrierung als Betreiber zusätzlich für jede Drohne mit Kamera oder anderen Sensoren, die personenbezogene Daten erfassen können. Mindestalter für den Drohnenführerschein: 16 Jahre.
Die Registrierung läuft online über dronespace.at, die Drohnenplattform der Austro Control, und kostet 46,80 €. Sie erhalten eine 16-stellige Registrierungsnummer, die auf jeder Ihrer Drohnen angebracht werden muss — eine Nummer für alle Geräte. Dabei wird auch die Polizzennummer Ihrer Haftpflichtversicherung abgefragt, die Versicherung muss also vorher bestehen.
Die übersehene Frist: Die Registrierung gilt nur 3 Jahre — anders als der Führerschein selbst (5 Jahre). Beide Abläufe im Dronespace-Konto im Blick behalten.
Nach der Registrierung stehen Online-Kurs und Prüfung kostenlos bereit: 40 Multiple-Choice-Fragen zu denselben EU-Wissensgebieten wie in Deutschland — Luftrecht, Betriebsverfahren, Meteorologie und mehr. Der Nachweis gilt 5 Jahre, EU-weit, und ist beim Flug mitzuführen (am Handy genügt). Die Verlängerung läuft über ein Refresher-Training oder eine erneute Prüfung — die ersten Zeugnisse von 2021 laufen gerade ab.
Wer mit einer C2-Drohne näher als 150 m an Wohngebiete oder bis auf 30 m an Unbeteiligte will, braucht zusätzlich den A2-Nachweis — in Österreich als weitere Theorieprüfung (30 Multiple-Choice-Fragen) direkt bei der Austro Control, gebührenpflichtig. Wann sich das lohnt, steht in unserer A2-Entscheidungshilfe — die Abstandsregeln sind EU-weit dieselben.
Das österreichische Luftfahrtgesetz verlangt eine Haftpflichtversicherung mit mindestens 750.000 Sonderziehungsrechten Deckung (rund 900.000 €) — normale Privathaftpflicht-Policen reichen dafür oft nicht, ein eigener Drohnen-Tarif ist der übliche Weg.
Die rechtlich maßgebliche Karte für Österreich ist die Dronespace-Karte der Austro Control. Achtung: Naturschutzgebiete sind dort teils nicht erfasst, weil Naturschutz Ländersache ist — dort zusätzlich selbst prüfen.
Der Prüfungsstoff ist EU-weit identisch, unser Simulator (220 Fragen, Erklärung nach jedem Klick) funktioniert also auch für die Austro-Control-Prüfung: kostenlose Probe ohne Anmeldung. Einzelne Beispiele im Lehrstoff nennen deutsche Zuständigkeiten — die geprüften Regeln sind dieselben.
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