Drohnenklar

Drohnenführerschein in der Schweiz: Beim BAZL komplett kostenlos

Die Schweiz ist im DACH-Vergleich der günstigste Ort für den „Drohnenführerschein": Registrierung, Training und A1/A3-Prüfung kosten beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) — nichts. Hier der Ablauf und die eine Pflicht, die trotzdem Geld kostet.

Stand: August 2026 · nach den Angaben des BAZL

Seit 2023 gelten die EU-Regeln

Die Schweiz hat die EU-Drohnenverordnung zum 1. Januar 2023 übernommen. Damit gelten dieselben Kategorien, Abstände und Prüfungsinhalte wie in Deutschland und Österreich — und die Zertifikate werden gegenseitig anerkannt: Ein Schweizer A1/A3-Nachweis gilt in der EU, ein deutscher in der Schweiz.

Schritt 1: Registrieren — kostenlos

Betreiberinnen und Betreiber registrieren sich über das Portal des BAZL (dLIS, früher UAS.gate; dafür braucht es ein CH-Login/AGOV-Konto). Die Registrierung ist kostenlos, registriert wird der Betreiber, nicht die Drohne — die erhaltene Betreibernummer muss sichtbar auf allen Ihren Drohnen angebracht werden. Ausgenommen sind nur Drohnen unter 250 g ohne Kamera oder andere Sensoren.

Schritt 2: Training und Prüfung — ebenfalls kostenlos

Das interaktive Online-Training dauert etwa 45–60 Minuten, danach folgt direkt die Prüfung: 40 Multiple-Choice-Fragen, 75 % zum Bestehen — dasselbe EU-Format wie überall. Das Zertifikat kommt als PDF, gilt 5 Jahre und EU-weit. Anders als in Deutschland (25 €) oder Österreich (Registrierung 46,80 €) fällt in der Schweiz keinerlei Gebühr an.

Die Pflicht, die trotzdem Geld kostet: die Versicherung

Für Drohnen ab 250 g ist eine Haftpflichtversicherung mit einer Deckung von mindestens 1 Million Franken vorgeschrieben. Prüfen Sie Ihre Privathaftpflicht genau — Drohnen sind dort oft ausgeschlossen oder die Deckung für Luftfahrzeuge ist begrenzt; im Zweifel braucht es einen eigenen Drohnen-Tarif.

A2 für den Betrieb näher an Menschen

Das Fernpilotenzeugnis A2 (für C2-Drohnen bis auf 30 m an Unbeteiligte) ist auch in der Schweiz kostenpflichtig und läuft über anerkannte Anbieter; da die Regeln EU-harmonisiert sind, wird auch ein in der EU erworbenes A2-Zeugnis anerkannt. Ob Sie A2 überhaupt brauchen, klärt unsere Entscheidungshilfe.

Kostenlos prüfen heißt nicht ohne Vorbereitung bestehen

Der Prüfungsstoff ist EU-weit identisch — unser Simulator mit 220 Fragen und Erklärung nach jedem Klick passt darum auch zur BAZL-Prüfung: kostenlose Probe ohne Anmeldung. Einzelne Beispiele im Lehrstoff nennen deutsche Zuständigkeiten — die geprüften Regeln sind dieselben.

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