Drohnenklar

Brauche ich das Fernpilotenzeugnis A2 überhaupt?

Die unbequeme Wahrheit vorweg: Viele Hobby-Piloten brauchen es nicht — A1/A3 reicht für erstaunlich viel. Wann sich A2 wirklich lohnt, hängt an einer einzigen Frage: Wie nah müssen Sie an Menschen und bebautes Gebiet heran?

Stand: August 2026

Was A1/A3 schon erlaubt

Mit dem Kompetenznachweis A1/A3 (und der passenden Drohne) dürfen Sie bereits:

In A1 — mit leichten Drohnen (unter 250 g bzw. Klasse C1 bis 900 g) — auch in der Nähe einzelner unbeteiligter Personen fliegen, nur nicht über Menschenansammlungen.
In A3 — mit schwereren Drohnen bis 25 kg — überall dort, wo Sie 150 m Abstand zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Erholungsgebieten halten und keine Unbeteiligten im Fluggebiet sind. Für Landschafts-, Natur- und Feldaufnahmen reicht das meist völlig.

Was A2 zusätzlich bringt

Das Fernpilotenzeugnis A2 schließt die Lücke dazwischen: Mit einer Drohne der Klasse C2 (bis 4 kg) dürfen Sie bis auf 30 m an unbeteiligte Personen heran — im langsamen Flugmodus sogar bis auf 5 m. Vor allem aber entfällt die 150-m-Regel des A3-Betriebs: Fliegen in Ortsnähe, über dem eigenen Grundstück im Wohngebiet oder bei Aufträgen an Gebäuden wird damit erst realistisch.

Kurzregel: Wer nur über freiem Feld, am See oder in den Bergen fliegt, braucht kein A2. Wer in Ortschaften, an Häusern oder beruflich fliegt, kommt kaum darum herum.

Die Voraussetzungen

Drei Dinge verlangt die Verordnung: erstens den Kompetenznachweis A1/A3, zweitens ein praktisches Selbststudium (das Sie selbst erklären — kein Nachweis durch Dritte nötig), drittens die bestandene Theorieprüfung bei einer benannten Prüfstelle. Die Prüfung umfasst mindestens 30 Fragen aus drei Gebieten, die im kostenlosen Amtstraining nicht vorkommen: Meteorologie, Flugleistung und technische/betriebliche Risikominderung am Boden. Bestehensgrenze wieder 75 %, Gültigkeit 5 Jahre.

Prüfstelle auswählen — darauf kommt es an

Die Prüfung nehmen ausschließlich vom Luftfahrt-Bundesamt benannte Prüfstellen ab — Online-Anbieter ab etwa 80 €, Präsenzkurse bis über 700 €, dazu 30 € Ausstellungsgebühr des LBA. Anerkannt sind alle gleich. Vergleichen lohnt sich bei drei Punkten: Sind Wiederholungen kostenlos? Ist die Ausstellungsgebühr enthalten? Wie lange bleibt der Zugang zum Material? Auch Zeugnisse aus anderen EU-Staaten gelten in Deutschland.

A2 vorbereiten — auch für die drei Amts-freien Gebiete

Unser Komplett-Paket (34 €) deckt A1/A3 und alle A2-Gebiete ab — inklusive Meteorologie, Flugleistung und Bodenrisiko, die das kostenlose Amtstraining nicht behandelt. Erst ausprobieren: kostenlose Probe ohne Anmeldung. Die Prüfung selbst legen Sie bei der Prüfstelle Ihrer Wahl ab — wir sind bewusst keine.

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