Inhalt
Die komplette Rechnung auf einen Blick
| Posten | Wo | Kosten |
|---|---|---|
| Registrierung als Betreiber (einmalig) | Luftfahrt-Bundesamt | 20 € |
| Online-Training A1/A3 | Luftfahrt-Bundesamt | kostenlos |
| Prüfung und Ausstellung A1/A3 | Luftfahrt-Bundesamt | 25 € |
| Schulung und Theorieprüfung A2 | benannte Prüfstelle | etwa 80–350 €, Präsenzkurse mehr |
| Ausstellung Fernpilotenzeugnis A2 | Luftfahrt-Bundesamt | 30 € |
| Haftpflichtversicherung (immer Pflicht) | Versicherer | ab etwa 40 € im Jahr |
| Freiwillige Prüfungsvorbereitung | z. B. Drohnenklar | 19 € bzw. 34 € |
A1/A3: Der Kompetenznachweis kostet 25 € — mehr nicht
Für den „kleinen Drohnenführerschein" braucht niemand einen bezahlten Kurs: Das Online-Training des Luftfahrt-Bundesamts auf lba-openuav.de ist kostenlos, die anschließende Online-Prüfung kostet 25 € inklusive Ausstellung. 40 Multiple-Choice-Fragen, 75 % zum Bestehen, fünf Jahre gültig, EU-weit anerkannt.
Ausstellen kann den Nachweis in Deutschland nur das Amt. Wer Ihnen hierzulande einen „A1/A3-Führerschein" verkauft, verkauft also Vorbereitung — das gilt ausdrücklich auch für uns: Drohnenklar ist Prüfungsvorbereitung, keine Prüfstelle.
Eine Ausnahme sollte man trotzdem kennen, weil sie im Netz für Verwirrung sorgt: In manchen anderen EU-Staaten — den Niederlanden zum Beispiel — dürfen akkreditierte Anbieter die Prüfung selbst abnehmen, die dortige Behörde stellt den Nachweis dann aus. Deren Angebote sind also echte Komplettpakete, keine reine Vorbereitung, und das Ergebnis gilt EU-weit. Preislich liegen solche Pakete allerdings meist bei 50 € bis 145 € — also deutlich über den 25 €, die der Weg über das Luftfahrt-Bundesamt kostet. Bequemer ist er, günstiger nicht.
A2: Hier gehen die Preise weit auseinander
Das Fernpilotenzeugnis A2 läuft über eine vom LBA benannte Prüfstelle — und deren Preise reichen von rund 80 € (Online-Anbieter) bis über 700 € (Präsenzkurse). Dazu kommen einmalig 30 € Ausstellungsgebühr des LBA. Realistisches Minimum: etwa 110 € komplett.
Worauf beim Vergleich achten: Sind Wiederholungsversuche kostenlos? Ist die Ausstellungsgebühr im Preis enthalten? Wie lange bleibt der Zugang zum Lernmaterial bestehen? Diese drei Fragen erklären die meisten Preisunterschiede.
Der Posten, den fast alle vergessen: die Versicherung
Eine Drohnen-Haftpflichtversicherung ist in Deutschland für jede Drohne Pflicht — auch unter 250 g, auch ohne Kamera, auch auf der eigenen Wiese. Hobby-Tarife beginnen bei etwa 40 € im Jahr; teils ist die Drohne auch über eine bestehende private Haftpflicht abgedeckt (vorher schriftlich bestätigen lassen). Fliegen ohne Versicherung ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach dem Luftverkehrsgesetz.
Gibt es den Drohnenführerschein kostenlos?
Teilweise. Kostenlos ist in Deutschland das Online-Training des Luftfahrt-Bundesamts — wer damit lernt, braucht keinen bezahlten Kurs. Die Prüfung kostet 25 € inklusive Ausstellung, und zwar nur einmal: Sie ist beliebig oft wiederholbar. Dazu kommt die Registrierung als Betreiber mit einmalig 20 €, die für fast jede Kameradrohne Pflicht ist — unabhängig vom Führerschein. Realistisch kostet der kleine Drohnenführerschein in Deutschland also 45 € plus Versicherung.
Ganz ohne Prüfungsgebühr geht es in Österreich, wo die Austro Control die A1/A3-Prüfung gratis anbietet; in der Schweiz kostet sie beim BAZL CHF 20. Für Deutsche ist der Umweg aber nur halb so gratis, wie er klingt: Registriert wird immer im Wohnsitzland. Was genau übrig bleibt, steht in Aus Deutschland den österreichischen Weg nutzen?
Wo sich Sparen lohnt — und wo nicht
Nicht sparen: an der Versicherung — und bei A2 nicht an der Vorbereitung. Bei A1/A3 ist ein zweiter Anlauf unkritisch: Das Luftfahrt-Bundesamt erhebt die 25 € nur einmal, die Prüfung selbst ist beliebig oft wiederholbar. Bei den Prüfstellen für A2 sieht das anders aus — dort legt jede Stelle selbst fest, ob und zu welchem Preis wiederholt werden darf. Genau danach sollte man vor der Buchung fragen.
Sparen können Sie: beim A2-Anbieter (Online-Prüfstellen sind bei gleicher Anerkennung deutlich günstiger als Präsenz) und bei der Vorbereitung — das Amtstraining ist kostenlos und reicht vielen.
Und es kursiert ein dritter Spartipp: den Kompetenznachweis gratis über Österreich machen, weil die Austro Control für A1/A3 nichts verlangt. Der Nachweis gilt tatsächlich auch in Deutschland — die Registrierung als Betreiber bleibt aber zwingend beim Luftfahrt-Bundesamt, und in fünf Jahren verlängern Sie dann in Österreich. Was das genau bedeutet, steht in Aus Deutschland den österreichischen Weg nutzen?
Wer zusätzlich im Prüfungsformat üben will: unsere Vorbereitung kostet 19 € (A1/A3) bzw. 34 € (komplett mit A2) und beginnt mit einer kostenlosen Probe.
Erst testen, dann entscheiden
Sechs Originalformat-Fragen mit Erklärung, ohne Anmeldung und ohne E-Mail-Adresse: zur kostenlosen Probe. Wenn Ihnen das kostenlose Amtstraining reicht — nutzen Sie es, das ist völlig in Ordnung.
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