Bis 31.10.: Vorbereitung auf den Drohnenführerschein A1/A3 kostenlos

Wissensgebiet

Betriebsverfahren: von der Vorflugkontrolle bis zur Notlandung

Das praktischste Gebiet der Prüfung: Hier geht es um die Handgriffe und Entscheidungen, die jeden einzelnen Flug ausmachen — und um die Frage, wer eigentlich gerade verantwortlich ist.

Eines der neun Wissensgebiete der Online-Prüfung A1/A3 · Stand: September 2026

Inhalt
  1. Worum es geht
  2. Was in der Prüfung abgefragt wird
  3. Drei Fragen aus unserem Katalog
  4. Typische Fehler
  5. Die neun Wissensgebiete

Worum es geht

Grundlage jedes Flugs in der offenen Kategorie ist der Betrieb in Sichtweite (VLOS): Der Fernpilot muss die Drohne ohne Hilfsmittel sehen können. Eine Brille oder Kontaktlinsen zählen dabei nicht als Hilfsmittel, ein Fernglas oder eine FPV-Brille schon. Kameraflug ist deshalb nur mit einem Luftraumbeobachter zulässig, der den Sichtkontakt hält. Genauso eindeutig ist die Verantwortung: Zu jedem Zeitpunkt ist genau eine Person Fernpilot — bei der Übergabe der Steuerung muss laut und klar kommuniziert werden, wer jetzt fliegt.

Vor dem Start steht die Vorflugkontrolle: Propeller, Akkus — auch der der Fernsteuerung —, Firmware, Kompass- und Sensorkalibrierung, freier Speicher, gesetzter Startpunkt. Der Startplatz selbst sollte fest und staubfrei sein, mit freier Sicht in den Betriebsbereich und ohne Fußgängerverkehr. Besonders wichtig und oft vergessen: Nach einem Standortwechsel muss der Heimflugpunkt neu gesetzt werden, sonst fliegt Return-to-Home zum alten Ort zurück.

Nachtflug ist zulässig — klassifizierte Drohnen müssen dafür ein grünes Blinklicht führen, und der Sichtkontakt muss trotzdem gehalten werden. Für den Ernstfall gilt: Bei einem Unfall mit Personenschaden kommen zuerst Erste Hilfe und Notruf; anschließend ist der Unfall der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung zu melden und die Flugdaten zu sichern.

Was in der Prüfung abgefragt wird

  • VLOS und was als Hilfsmittel gilt — FPV nur mit Luftraumbeobachter
  • Genau ein verantwortlicher Fernpilot, klare Übergabe der Steuerung
  • Inhalt einer vollständigen Vorflugkontrolle
  • Failsafe und Return-to-Home: Rückkehrhöhe über alle Hindernisse legen
  • Heimflugpunkt nach jedem Standortwechsel neu setzen
  • Auswahl des Startplatzes
  • Nachtflug mit grünem Blinklicht bei klassifizierten Drohnen
  • Unfall mit Personenschaden: Erste Hilfe, Notruf, Meldung an die BFU

Drei Fragen aus unserem Katalog

Im Originalformat der Prüfung: vier Antworten, eine davon richtig. Die Erklärung steht jeweils darunter — erst selbst entscheiden, dann aufklappen.

Frage 1: Was bedeutet „Betrieb in Sichtweite" (VLOS) konkret?

  • A Ständiger direkter Sichtkontakt ohne Hilfsmittel — Korrektionsbrille ausgenommen
  • B Sichtkontakt über die Kamera der Drohne genügt
  • C Sichtkontakt mit Fernglas ist zulässig
  • D Bis 500 m Entfernung immer erfüllt
Antwort und Erklärung

Richtig ist A: Ständiger direkter Sichtkontakt ohne Hilfsmittel — Korrektionsbrille ausgenommen

Der Fernpilot muss die Drohne ohne Hilfsmittel sehen; eine Sehhilfe zählt nicht als Hilfsmittel. Kameraflug (FPV) ist nur mit einem Luftraumbeobachter neben dem Piloten zulässig.

Frage 2: Die Funkverbindung zur Drohne bricht ab. Was passiert im Normalfall?

  • A Das Failsafe-Verfahren greift — Rückkehr zum Startpunkt oder Landung
  • B Die Drohne bleibt an der Stelle stehen, bis der Akku leer ist
  • C Die Drohne fällt sofort herunter
  • D Die Drohne fliegt in ihre letzte Zielposition weiter
Antwort und Erklärung

Richtig ist A: Das Failsafe-Verfahren greift — Rückkehr zum Startpunkt oder Landung

Failsafe ist meist „Return to Home". Genau darum muss die Rückkehrhöhe vor dem Start über alle Hindernisse gelegt und der Startpunkt korrekt erfasst werden.

Frage 3: Darf in der offenen Kategorie bei Nacht geflogen werden?

  • A Ja, Drohnen mit C-Klassifizierung brauchen dabei ein grünes Blinklicht
  • B Nein, Nachtflug ist in der offenen Kategorie verboten
  • C Nur mit Genehmigung der Landesluftfahrtbehörde
  • D Nur bis 50 m Höhe
Antwort und Erklärung

Richtig ist A: Ja, Drohnen mit C-Klassifizierung brauchen dabei ein grünes Blinklicht

Nachtflug ist zulässig. Klassifizierte Drohnen müssen dafür ein grünes Blinklicht führen, damit sie erkennbar sind. Der Sichtkontakt muss weiterhin bestehen.

Typische Fehler

Die Rückkehrhöhe zu niedrig einstellen

Return-to-Home fliegt geradlinig auf der eingestellten Höhe zurück. Steht ein Baum im Weg, kollidiert die Drohne mit ihm.

„Ich stehe ja daneben"

Wer tatsächlich steuert, ist Fernpilot und braucht den Nachweis. Danebenstehen macht niemanden zum Verantwortlichen.

Firmware kurz vor dem wichtigen Flug aktualisieren

Veraltete Firmware ist ein Risiko — ein Update unmittelbar vor dem Einsatz aber auch. Updates gehören in Ruhe erledigt, nicht auf dem Feld.

Weiterüben

Die kostenlose Probe zeigt sechs weitere Fragen im echten Format, ohne Anmeldung. Der vollständige Zugang enthält den Lernstoff zu allen Wissensgebieten und einen Simulator mit 40 bzw. 30 Fragen je Lauf — ab 19 €, einmalig für 12 Monate.

Das kostenlose Online-Training des Luftfahrt-Bundesamts reicht vielen aus. Wer damit zurechtkommt, braucht uns nicht.

Die neun Wissensgebiete

Die A1/A3-Prüfung verteilt ihre 40 Fragen über diese neun Gebiete: